Gottgleiche Aura, heiliger als St. Florian

Seit 9/11 umgibt die Firefighters so etwas wie eine gottgleiche Aura.

Wenn wir schon dabei sind: die offiziellen Helden New Yorks? Natürlich die „Firefighters“ des NYFD. Seit 9/11 umgibt die Feuerwehrleute so etwas wie eine gottgleiche Aura, dass der Schutzheilige der Feuerwehrmänner, der heilige St. Florian, neidische werden könnte. Die Firefigherts, sie sind lebende Legenden, Ikonen ihrer selbst.

Firefighter Truck

In der Nähe unseres Hotels befindet sich eine Feuerwache. Die Engine Company 8/Ladder Company 2/Battalion 8“, um genau zu sein. Sie besteht aus zwei Löschzügen, die vor lauter Chrom nur so funkeln, in etwa so wie der große Weihnachtsbaum auf dem Times Square. Und damit das so funkelt wie es eben funkelt, werden die Autos jeden Tag poliert – natürlich nur dann, wenn die Männer und Frauen nicht gerade einen Einsatz haben. Gleich links befindet sich der Schrein der am 11. September im Einsatz getöteten Kollegen. Wenn das Tor offen ist, kann ihn jeder vorbeigehende Passant sehen. Zehn Männer der Feuerwache in der 51. Straße ließen in den „Twin Towers“ ihr Leben. Zugegeben, da wird man schon ehrfürchtig.

Das Wasser wäscht symbolisch alles weg
– den Schmerz, den Verlust, das Unfassbare – und lässt ein Land wieder aufstehen.

Auch dann, wenn man das Mahnmal am „Ground Zero“ sieht. Es symbolisiert die Grundrisse der Zwillingstürme und besteht aus schwarzem, in den Boden eingelassenen Marmor, an dessen Wänden auf zwei Ebenen Wasser hinunterläuft. Es wäscht symbolisch alles weg – den Schmerz, den Verlust, das Unfassbare – und lässt ein Land wieder aufstehen. Nur die Erinnerung bleibt. Das Denkmal ist mit einem Rahmen eingefasst, auf dem die Namen jener stehen, die bei dem Terror-Anschlag ums Leben kamen. Wenn man davorsteht, packt es einen einfach und man erinnert sich unweigerlich an jenen Tag als diese Bilder um die Welt gingen und man fassungslos in den Fernseher starrte.

All das, es ist so unwirklich, es ist immer noch unvorstellbar.

Wir laufen durch das Viertel unmittelbar um den „Ground Zero“ und fragen uns, wie das hier wohl gewesen sein muss als die Menschen das eigentlich Unmögliche, diese unfassbare Zerstörung auf sich zukommen sahen. Obwohl wir die Bilder damals live gesehen haben, wir sind nicht in der Lage eine Antwort auf die Frage zu finden, wie es wirklich war als die Flugzeuge in die Türme krachten, und die Twin Towers schließlich einstürzten. All das, es ist so unwirklich, es ist immer noch unvorstellbar.

Ein weiteres Denkmal soll diesen Tag unvergesslich machen. Es erinnert an das berühmte Foto, das inmitten dieser totalen Zerstörung Reste der Fassade in einem Haufen von unendlichem Schutt zeigt. Gleichzeitig kann man aber auch einen Vogel in dem Mahnmal sehen, vielleicht einen Adler, der seine Schwingen ausbreitet und in die Höhe aufsteigt? Es wäre die passende Losung für die USA.

Ground Zero Monument

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